Am Samstag um 13 Uhr spielt der SCF bei Fortuna Düsseldorf. Seit dem Umbau des alt-ehrwürdigem Rheinstadion 2002 in die moderne Arena, sind wir das zweite Mal dort zu Gast. Allerdings gab es bei unserem ersten Gastspiel dort im Jahr 2012 einen Zuschauer-Teilausschluss, so dass weite Bereiche des Stadion gesperrt blieben. Die überzogene Strafe des DFB gegen die Fortuna (Fans hatten nach dem Aufstieg etwas zu früh auf dem Platz gefeiert) führte damals zu Protesten beider Fanlager gegen den DFB:

Eintrittskarten

Für das Spiel am Samstag gibt es vor Ort noch genug Karten für den Gästebereich. Dieser befindet sich in den Blöcken 19-21 (Stehplatz) oder 125-132 (Sitzplatz). Der Zugang ist ausschließlich über den Eingang Nord-Ost möglich. Bis jetzt sind etwa 1600 Karten in Freiburg verkauft worden. Die Tageskassen öffnen um 11:30 Uhr. Zur gleichen Zeit öffnet auch das Stadion.

Anreise mit dem PKW

Der Gästeparkplatz ist P2. Eine grafische Übersicht findet sich hier. Von der A44 kommend bitte die Ausfahrt Stockum nutzen. Ab dort der Beschilderung folgen. Die Parkplätze können leider nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Parkgebühren belaufen sich auf 5,00 EUR für PKWs und 15 EUR für Busse. Insgesamt stehen 1.500 Parkplätze den Gäste-Fans auf dem Parkplatz P2 zur Verfügung. Wer auf dem P2 parkt, aber einen Platz außerhalb des Gastbereichs hat, kann aufgrund der Fantrennung nach dem Spiel nicht denselben Weg zurückgehen und muss einen Umweg laufen.

Anreise mit der Bahn

Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof erreicht man die ESPRIT arena mit der U78, Gästefans können über den Löwengang (siehe Grafik oben) den Gastbereich erreichen. Hinweis: Der Löwengang ist nach dem Spiel wegen der Fantrennung gesperrt. Eine Abreise vom Gastbereich über den U-Bahnhof ESPRITarena/Messe Nord ist ab circa 30 Minuten nach Spielende möglich.

Rucksäcke

Taschen und Rucksäcke werden am Eingang kontrolliert, können aber auch vor dem Eingang an einem Kassenschalter unter Bewachung abgegeben werden. Je nach Inhalt können diese aber auch mit in den Block genommen werden.

Verpflegung

Ein Bier (0,5l) kostet 3,80 Euro, ebenso Cola oder Fanta. Wasser gibt es für 3,30 Euro. Eine Paycard wird nicht benötigt, da ausschließlich Bargeld akzeptiert wird.

Weitere Hinweise

Fahnen sind bis 2 Meter Stocklänge erlaubt, ebenso große Schwenkfahnen und Doppelhalter. Verboten sind dafür sexistische, diskriminierende und fremdenfeindliche Spruchbänder. Da Fortuna Düsseldorf lobenswerterweise keine rechtsgerichteten Menschen im Stadion haben will, sind außerdem Kleidungsstücke der Marken Thor Steinar, Consdaple und Masterrace verboten.

Die Ultras von Fortuna Düsseldorf werden vor dem Spiel eine große Choreo zum 120-jährigen Jubiläum der Fortuna durchführen.

Ein besonderes Stück Freiburger Fußballgeschichte im Besitz des SC Freiburg

Bei dem ältesten bekannten Objekt im Vereinsbesitz des SC Freiburg handelt es sich um einen vergoldeten Silberpokal aus dem Jahr 1909.

Dieser Pokal, ein von der Stadt Freiburg gestifteter „Ehrenpreis“, dürfte gleichzeitig eines der ältesten Objekte zur Geschichte des Fußballs in der Stadt Freiburg überhaupt sein. Er stammt aus einer Zeit, als es den SC Freiburg als solchen überhaupt noch nicht gab, wohl aber seine beiden Vorgängervereine Freiburger Fußballverein 1904 und FC Union. Wir haben dazu Uwe Schellinger vom Archiv des SC Freiburg ein paar Fragen gestellt.

Herr Schellinger, wie kommt es, dass der über 100 Jahre alte Pokal noch so neu und glänzend aussieht?

Als wir das auf ersten Blick unscheinbare Stück vor einiger Zeit im Archiv wieder entdeckt haben, sah man ihm sein Alter durchaus an, da es zahlreiche massiven Abnutzungsspuren und Verunreinigungen aufwies. Der Verein gab dann aber gleich grünes Licht, damit der Pokal von einem auf Metallobjekte spezialisierten Restaurator professionell instandgesetzt werden konnte.

Haben Sie herausfinden können, was damals der Grund war, dass die Stadt Freiburg diesen Pokal gestiftet hat?

Wie Unterlagen aus dem Stadtarchiv Freiburg belegen, geht die Existenz dieses Pokals auf einen Antrag des so genannten „Verbands Freiburger Fußballvereine“ an den Freiburger Stadtrat vom Juli 1909 zurück. Dieser Verband hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die in dieser Zeit zahlreichen neugegründeten kleineren Fußballvereine in der Stadt zu vertreten, etwa den „FC Frankonia“, den „Freiburger Fußball-Club 1906“ oder den „Freiburger Fußballclub Sparta“ und andere mehr. Dieser „Verband Freiburger Fußballvereine“ beabsichtigte, Ende Juli 1909 ein eigenes Turnier auszutragen und bat deshalb die Stadt Freiburg um einen repräsentativen Pokal, den man zukünftig als „Wanderpreis der Stadt Freiburg“ ausspielen wollte.

Wissen Sie, was der Pokal damals wert war?

Der Freiburger Stadtrat entschloss sich damals schnell, einen solchen Ehrenpreis in Form eines vergoldeten Silberpokals zu stiften. Dieser wurde dann auch umgehend hergestellt und hatte damals einen Wert von 80 Mark Der Pokal war durch eine Gravur geschmückt: „Tournier des Verbands Freiburger Fussballvereine Juli 1909 Ehrenpreis der Stadt Freiburg i. Breisgau“.

Wie lief das Turnier im Juli 1909 dann ab?

Zunächst wurde der Pokal rechtzeitig vor dem vorgesehenen Turnierbeginn durch die Stadtverwaltung dem „Verband Freiburger Fußballvereine“ zugestellt. Dann aber wurde das Turnier plötzlich erst einmal verschoben.

Was steckte hinter der Verschiebung des Turniers?

Getrennt von „Verband Freiburger Fußballvereine“ agierten damals die schon etablierten und größeren städtischen Vereine, die dem 1897 gegründeten überregionalen „Verband Süddeutscher Fußballvereine“ angehörten. Hier ist zuvorderst dessen erster Meister und Deutscher Meister von 1907, der Freiburger FC, zu nennen, aber auch die beiden Vorgängervereine des SC Freiburg, der Freiburger Fußballverein 04 und der FC Union Freiburg. Diese „großen“ Vereine, fünf an der Zahl, protestieren vehement gegen die bekannt gewordenen Pläne der kleineren Vereine, denn sie sahen darin einen Affront und versuchten dem Rat der Stadt Freiburg deutlich zu machen, dass zwischen den „existenzfähigen Vereine und wirklich leistungsfähigen dieser Stadt“ und den anderen ein großer Unterschied bestünde. Zudem planten Vereine wie der Freiburger Fußballverein 04 in diesen Wochen eigene Turniere, die sie vermutlich nicht gefährdet sehen wollten.

Wurde das Turnier dann überhaupt noch ausgespielt?

Es lassen sich in der Lokalpresse keinerlei Meldungen über ein solches Turnier finden. Viel spricht dafür, dass das geplante Turnier tatsächlich nie stattgefunden hat. Der von der Stadt Freiburg gestiftete Ehren-Pokal wurde demzufolge höchstwahrscheinlich niemals für einen sportlichen Erfolg überreicht. Auf diese Weise erhielt die Gravur mit dem Juli-Termin auf dem Pokal einen irreführenden Charakter: ein offizielles Fußball-Turnier hat es im Juli 1909 in Freiburg nie gegeben.

Wie kam nun der Pokal von 1909 in den Besitz des SC Freiburg?

Den Vorsitz des besagten „Verbands Freiburger Fußballvereine“ hatte 1909 der Tanzlehrer Karl Klöß, der damals Mitglied im kleinen Fußballverein FC „Sport“ Freiburg war. Klöß scheint aber später den Verein gewechselt zu haben. Bekanntlich kam es im März 1912 zur Gründung des SC Freiburg durch die Fusion des Freiburger Fußballvereins 1904 und vom Freiburger Fußball-Club Union. Schon 1924 wurde Klöß als langjähriges Mitglied mit der Verdienstnadel des SC Freiburg ausgezeichnet, er dürfte demnach damals schon einige Jahre Mitglied im SC gewesen sein, vielleicht ist er bei der Fusion beigetreten. Es ist demnach gut vorstellbar, dass Karl Klöß den niemals überreichten Pokal von 1909 in Ehren gehalten hat und dann später seinem neuen Verein, dem SC Freiburg, überlassen hat. Wir verfügen im SC-Archiv auch über eigene Aufzeichnungen von Klöß aus späteren Jahren. Denn Karl Klöß entwickelte sich im seit Anfang der 1930er Jahre zum wohl bedeutendsten Schiedsrichter aus den Reihen des SC Freiburg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Noch in den ersten Nachkriegsjahren leitete Karl Klöß Partien in der hochklassigen „Zonenliga“, etwa Spiele der so genannten „Walter-Elf“ aus Kaiserlautern.

Wieso hat der Pokal für den SC Freiburg dennoch so einen symbolischen Wert?

Zunächst einmal handelt es sich um das aktuell älteste Objekt im Vereinsbesitz des SC und gleichzeitig sicherlich um eines der ältesten fußballgeschichtlichen Objekte in der Stadt überhaupt – was dem SC-Archiv eine gewisse Aufwertung verleiht. Darüber hinaus kann man den Pokal als eine Art „indirekte Trophäe“ bezeichnen: er steht nicht unbedingt für einen sportlichen Erfolg für den Sieg in einem sportlichen Wettkampf, sondern vielmehr für das selbstbewusste Auftreten der beiden Vorgängervereine des SC (Freiburger Fußballverein 04 und FC Union Freiburg), die schon 5 Jahre nach ihrer Gründung ihre erarbeitete Stellung im Fußballbetrieb der Stadt Freiburg selbstbewusst behaupten wollten. Der Ehrenpreis der Stadt Freiburg von 1909 steht weiterhin symbolisch für die Aufbruchsjahre des Fußballs in Freiburg, in der seit 1904 – wie es der SC-Chronist Carl Baumann einige Zeit später ausdrückte – Fußballvereine „wie Pilze aus der Erde schossen“. Es entstanden Vereine, die mit viel Idealismus aufgebaut und geführt wurden, von denen allerdings nur wenige – wie schließlich der dann 1912 ins Leben gerufene SC Freiburg – eine langfristige Zukunft hatten. Der Ehrenpreis-Pokal von 1909 steht somit auch dafür, dass die nachhaltige Entwicklung des SC Freiburg aus kleinen Anfängen heraus nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten ist.

Uwe Schellinger, vielen Dank für die interessanten Infos.

Die Fotos stammen von Kai Miethe, der den Pokal restauriert hat.

Nach dem Torfestival vom Montagabend geht es für uns am Samstag zu 1860 München. Das Spiel findet in der Allianz-Arena statt. Da die 1.Bundesliga erst in 2 Wochen startet, ist Anpfiff zur gewohnten Zeit um 15:30 Uhr. Der Rahmen ist also erstligatauglich. Über 1500 Karten wurden bereits in Freiburg an SC-Fans verkauft.

Eintrittskarten gibt es vor Ort noch an den Gästekassen. Diese befinden sich sowohl am Zugang Nord, als auch am Südeingang (im linken der beiden Kassencanyons, wenn man auf die Allianz Arena von der U-Bahnstation kommend zuläuft). Die Gästeblöcke befinden sich in den Stehblöcken 110 und 111, sowie in den darüber liegenden Sitzblöcken 218 und 219. Bei Bedarf werden auch die umliegenden Sitzblöcke zu Gästeblöcken.

Alle, die mit dem Auto anreisen, sollten folgende Adresse in ihr Navigationsgerät eingeben: Werner-Heisenberg-Allee 25, 80939 München

1860 München teilt mit, dass große Schwenkfahnen nur bei Vorlage eines B1-Zertifikat des Fahnenmaterials und Angabe von Personalien der Fahnenschwenker erlaubt sind. Verboten sind dafür aber Regenschirme mit spitzem Ende. Da das Wetter am Wochenende schön werden soll und die Allianz-Arena ein Dach hat, können wir über dieses Verbot hinwegsehen.

Bezahlt werden kann in der Allianz-Arena nur mit der Arena-Card. Dafür ist aber die Mitnahme von Flaschen PET 0,5l gestattet.

Anfahrtsplan Allianz-Arena 1860 München

Die Ultragruppe Corrillo wird beim Heimspiel gegen Nürnberg am Montag wieder eine Choreo auf der Nordtribüne durchführen. Zur Finanzierung werden dringend Spenden benötigt. Dafür stehen am Spieltag wieder die bekannten Spendentonnen für Pfandbecher im Stadion. Spenden kann man zudem auch online unter https://corrillo.org/spenden-fuer-choreo/

25.6.15 18:30 Uhr - Testspiel: Kehler FV - SC Freiburg im Rheinstadion in Kehl

26.6.15 12 Uhr - Bekanntgabe des Spielplan der 2.Bundesliga-Saison 2015/16

27.6.15 14 Uhr - Ende der Optionsfrist zum Dauerkartenkauf

28.6.15 16 Uhr - Testspiel: SC Freiburg - Freiburger FC (im Mösle, Freiburger Fussballschule)

1.7.15 18:30 Uhr - Testspiel: SV Kirchzarten - SC Freiburg in Kirchzarten

5.7.15 - 12.7.15 - Trainingslager in Schruns

10.7.15 21 Uhr - Corrillo Ultras Soliparty im Walfisch mit Los Fastidios

14.7.15 18:30 Uhr - Testspiel: SC Freiburg - FC St.Pauli (in Friedrichshafen)

19.7.15 17:30 Uhr - Saisoneröffnung und Testspiel: SC Freiburg - FC Málaga im Dreisamstadion

Hier kommen kurz und knapp die Infos zum Spiel in Hannover:

Wieviele Freiburger werden in Hannover dabei sein?

Mindestens 2500. So viele Karten wurden in Freiburg verkauft.

Was ist erlaubt?

– Fahnen bis 2m Stocklänge

– Spruchbänder (sofern sie bis 20.5. angemeldet werden)

– Alkoholisiert das Stadion zu betreten, sofern man noch unter 1,6 Promille hat

Kann man Verpflegung mit Bargeld bezahlen?

Im Stehplatz-Gästebereich (S17-S19) ist es möglich mit Bargeld zu bezahlen.

Gibt es noch Eintrittskarten?

Nein, das Stadion ist ausverkauft. Im Ticketcenter des SC sind (Stand Dienstag, 19.5.) noch rund 70 Sitzplätze zu haben.

Gibt es Zugverbindungen?

Im Prinzip schon, allerdings will die Bahn streiken. Über die Ersatzfahrpläne am besten informieren unter http://reiseauskunft.bahn.de

Wo kann man parken?

Nicht neben dem Stadion auf dem Schützenplatz, da dieser aufgrund eines Festivals nur zur Hälfte als Parkplatz genutzt werden kann. Es empfiehlt sich P+R-Parkplätze an den Stadtgrenzen zu nutzen und mit der Eintrittkarte als Fahrausweis den ÖPNV zu nutzen.

Vor dem Heimspiel gegen Paderborn fällt das Freiburger Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei erneut durch rätselhafte, die Fanszene schikanierende Handlungen auf. Unter Androhung polizeirechtlicher Konsequenzen wird den Fans in einem offiziellen Schreiben an das Freiburger Fanprojekt und den Sport-Club Freiburg e.V. der Fußweg vorgeschrieben, den sie vom Fanprojekt zur Nordtribüne zu nehmen haben. Anstatt die Schwarzwaldstraße entlangzugehen und dann über die Fritz-Geiges-Straße in Richtung Dreisamuferweg zu laufen, sollen die Fans bereits durch den Sandfangweg zur Dreisam gehen und dann bis zum Nordeingang den Dreisamuferweg benutzen. Die Begründungen sind dabei fadenscheinig und machen deutlich, dass es hierbei um reine Provokation und Schikane gegenüber der aktiven Freiburger Fanszene geht, die sich gewöhnlich vor den Heimspielen im Fanprojekt trifft.

So wird zum Beispiel angeführt, dass es aufgrund der hohen Personenzahl auf dem Fuß- und Radweg entlang der Schwarzwaldstraße in der Vergangenheit zu Behinderungen kam, wenn diese Route von der Fanszene gewählt wurde. Worin der Sinn besteht, dass die Fans stattdessen nun den deutlich schmaleren Dreisamuferweg und somit zwangsläufig die gerade vor Heimspielen hochfrequentierte Rad-Vorrang-Route FR1 behindern sollen, bleibt das Geheimnis des Ordnungsamtes. Jedem Freiburger dürfte bekannt sein, dass die Fußwege entlang der Dreisam an oder nach regnerischen Tagen unbenutzbar sind, wodurch zwangsläufig auf den parallel laufenden Radweg ausgewichen werden muss.

Beim Lesen der weiteren Punkte, die als Begründungen aufgeführt sind, könnte man meinen, dass es ohne die Freiburger Polizei bei jedem Heimspieltag zum Super-Gau kommt. So rühmt sich die Polizei mehrfach damit, ein Aufeinandertreffen der gegnerischen Ultragruppen im Bereich Schwarzwaldstraße/Fritz-Geiges-Straße gerade noch so verhindert zu haben. Wir wollen uns nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn morgen tatsächlich Freiburger und Paderborner Fangruppen zusammentreffen würden. Die Rivalität zwischen beiden Vereinen scheint bei Ordnungsamt und Polizei sehr hoch eingeschätzt zu werden, wenn ausgerechnet vor diesem Heimspiel solche Maßnahmen getroffen werden müssen. Wir hätten das morgige Heimspiel eher als ein Spiel eingeschätzt, bei dem in anderen Bundesländern sogar auf Polizeihundertschaften verzichtet werden würde. Schließlich ist es ja gerade die Freiburger Polizei, die immer wieder über Personalmangel klagt.

Seit Bestehen des Fanprojekts wählt die Freiburger Fanszene immer wieder den Weg entlang der Schwarzwaldstraße zum Stadion. In den letzten Jahren ist es zu keinen nennenswerten Vorfällen gekommen, weder entlang der Schwarzwaldstraße, noch im Bereich des PTSV-Biergartens. Unabhängig davon, ob die Polizei vor Ort war, oder nicht.

Interessant ist auch die Begründung Nummer 3, in der es heißt, dass nach dem Spiel gegen Augsburg starke Polizeikräfte benötigt wurden, um die Verkehrsbehinderungen auf der Schwarzwaldstraße zu beseitigen. Diese Handlung der Polizei stellt auch für uns Fans einen Höhepunkt in der Verschwendung von Polizeiressourcen dar. In der Tat war es so, dass nach dem Spiel ein Teil der Fans auf der rechten Fahrspur der Schwarzwaldstraße in Richtung Fanprojekt liefen. Dazu sagen muss man allerdings, dass etwa hundert Meter weiter sowieso der nach Spielende obligatorische Stau begann und durch die “Behinderung” auf den Verkehr überhaupt keinen relevanten Einfluss hatte. Die Aufgabe von etwa 50-60 zum Teil mit Blaulicht heranfahrenden Polizeibeamten bestand nun darin die rechte Fahrspur zu räumen, damit die stadteinwärts fahrenden Autos einige Sekunden schneller in den Genuss des Staus kommen konnten.

Nicht nachvollziehbar ist für uns auch die Ankündigung, dass im Falle eines Nichtbeachtens der Routenvorgabe Konsequenzen gegenüber den Personen angedroht werden, “die aus Sicht der Polizei als Anführer agieren”. Wir fragen uns neben der rechtlichen Grundlage dafür auch, woran die Freiburger Polizei solche Erkenntnisse festmacht? Die Vergangenheit hat uns nur allzu deutlich gezeigt, dass Wissen und Informationsstand der Freiburger Polizei in vielerlei Hinsicht ausbaufähig sind. Man denke dabei zum Beispiel an die Ultrabusse aus Nürnberg oder Schalke, die von eben dieser Polizei wiederholt “versehentlich” direkt vor das Freiburger Fanprojekt geleitet wurden.

Die Maßnahmen der Freiburger Polizei in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt sehen wir nur als einen erneuten Versuch an, die aktive Freiburger Fanszene, die Ultragruppen und das Fanprojekt zu provozieren, sowie in Ihren Kompetenzen und Freiheiten einzuschneiden. Im Gegensatz zur Bundespolizei besteht seit über 20 Monaten keine Kommunikation mehr zwischen der aktiven Fanszene und der Freiburger Landespolizei. Der Dialog am Tisch mit Gabriel Winterer ist gescheitert und auch keine Option für die Zukunft. Die Polizei agiert seitdem durch stärkere repressive Maßnahmen und Einschnitte gegenüber der Fanszene sowie einer überzogenen Kriminalisierung dieser, ähnlich eines hilflosen und dramatisierenden Kleinkindes. Als Höhepunkt können die Meldeauflagen und Betretungsverbote genannt werden, gegen die gerade gerichtlich vorgegangen wird und die bereits vom Gemeinderat kritisiert wurden.

Die Freiburger Fanszene ist grundlegend friedfertig, lebt und transportiert demokratische Werte des 21. Jahrhunderts und hat keinerlei Interesse an einem Grabenkampf mit einer Polizei, welche die positiven Entwicklungen in den Fanszenen offensichtlich verschlafen hat. Stattdessen sollen nun 200 Menschen willkürlich ihrer Grundrechte (Bewegungsfreiheit) beraubt werden.

Um uns den Worten der Sachbearbeiterin des Amts für öffentliche Ordnung anzupassen: Im Interesse aller Beteiligten bitten wir in Zukunft auf solche Schikanen zu verzichten.

Corrillo Ultras

Natural Born Ultras

Supporters Crew Freiburg e.V.